Action Teaching Leviathan-Angeln in Neuhardenberg

Action Teaching und Theoretisches Objekt

Leviathan-Angeln, Bild: Schloß Neuhardenberg, März 2010 © QART, Hamburg.
Leviathan-Angeln; Bild: Schloß Neuhardenberg, März 2010 © QART, Hamburg

Leviathan-Angler:

Christian Bauer, Bazon Brock, Stefanie Hierholzer, Jochen Hörisch, Linde Kapitzki, Ulrich Klaus, Manfred Schlapp, Reto Schölly, Stefan M. Seydel, Nikolai Skryl, Thomas Zacharias u.a.

Termin
28.03.2010, 12:00 Uhr

Veranstaltungsort
Neuhardenberg, Deutschland

Adresse
Schloss Neuhardenberg, Schinkelplatz, 15320 Neuhardenberg

Veranstalter
Stiftung Schloss Neuhardenberg

Ankündigung

Text

 „Das Monstrum ist noch nicht gezähmt“, stellte jungst Bundespräsident Köhler fest. Der Name des Monstrums ist seit biblischen Zeiten „Leviathan“ oder „Behemoth“ – Moloch oder Minotaurus –, also Opfer und Unterwerfung fordernde Mächte der totalitären Regimes, des ideologischen Fanatismus oder des Triumphalismus „auserwählter“ Gruppen: heute bestens bekannt als Masters of the Universe alias Investment-Banker respektive Hohepriester der kapitalistischen Vernichtungskonkurrenz.

Professoren der Fachrichtungen Theologie, Hirnforschung, Mathematik, Physik, Ästhetik, Islamkunde, Kulturphilosophie und Soziologie demonstrieren mit ihrer Trocken-Übung, den Leviathan zu angeln, die erfolgversprechendsten Köder, mit denen man zu allen Zeiten die Ungeheuer an die Oberflache lockte wie Captain Ahab den „Moby Dick“. Die Köder waren und sind Rechtfertigungsstrategien, Allmachtsphantasien, Macht, Wahrheit, Pornografie und Positivität.

Wir hoffen, es möge nicht Anglerlatein oder schöne Literatur bleiben, daß es grundlegende Strategien der Zähmung des Leviathan gibt. Solche ultima ratio-Modelle zeigten die Leviathan-Angler am 28.03.2010, 12 Uhr, in Schloß Neuhardenberg öffentlich den Zeitgenossen vor.

Medien

Kein Halten mehr? Leviathan-Angeln., Bild: Bazon Brock, Kein Halten mehr? Leviathan-Angeln. Neuhardenberg, 2010 © QART Büro für Gestaltung, 2011.
Leviathan-Angeln, Bild: Schloß Neuhardenberg, März 2010 © QART, Hamburg.

siehe auch:

Textverwandtschaften

1957 1958 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026

Jeder Streifen repräsentiert einen Textabschnitt in der Arbeitsbiografie. Je heller ein Streifen, desto verwandter ist der Text mit dem aktuellen Text. Der aktuelle Werk hat die Farbe Rot, der aktuelle Abschnitt ist orange markiert.

Grundlage der Textanalyse ist das Sprachmodell MiniLM-L12 / BGE-M3. Mit dessen Hilfe wird der aktuelle Textabschnitt mit allen anderen Textabschnitten verglichen (insgesamt knapp 3 Millionen Kombinationen) und ein Ähnlichkeitskennwert berechnet.

Die Ähnlichkeit basiert nicht auf Wortgleichheit, sondern auf semantischen Eigenschaften. Beispiele:

  • Das Bild zeigt eine Landschaft ⟷ Zu sehen ist eine Naturszene
  • Die Arbeit entstand 1972 ⟷ Das Werk wurde in den frühen 70ern geschaffen
  • Kritik an der Gesellschaft ⟷ Gesellschaftliche Auseinandersetzung
  • Er lehnte das Angebot ab ⟷ Er wies den Vorschlag zurück

Als ähnlich erkannt werden Synonyme, Umschreibungen und Paraphrasen sowie gleiche Bedeutungen – auch in unterschiedlichen Sprachen – erkannt. Beispiel: Kunst und Politik ⟷ art and politics.

Aktuell werden die Textverwandtschaften auf Basis des gesamten Textkorpus statisch vorberechnet und bei Änderungen einzelner Inhalte aktualisiert. In die Berechnung werden nur Textabschnitte einbezogen, die mehr als 100 Wörter Inhalt haben. Leere oder kurze Abschnitte sind daher in dieser Textgenetik nicht enthalten.

Die Verwandtschafts-Abstufungen wurden in 6 Gruppen zusammengefasst: 0 = keine Verwandtschaft, 20, 40, 60, 80, 100 = sehr nah am aktuellen Text.

Die Fundstellen in dieser Verwandtschafts-Textgenetik liefern also möglicherweise völlig andere, eventuell unerwartete Lese-Anregungen, während die zugeordneten Verweise (unter siehe auch) redaktionell ausgewählt wurden.