Vortrag / Rede Die Stadt, das Stadtmarketing und ich - Stadtmarketing im Spannungsfeld seiner Ansprüche

bcsd-Herbsttagung vom 11.-13.11.2012

Stadtmarketing steht im Spannungsfeld von Politik, Öffentlichkeit und verschiedensten Anspruchs-gruppen einer Stadt. Neue Herausforderungen entstehen in jüngster Zeit durch Unterfinanzierung, diffuse Organisationsmodelle, politische Unkalkulierbarkeit und die Delegation von Problemfeldern an das Stadtmarketing. Überzogene Erwartungen sowie unrealistische Vorstellungen der Partner kommen häufig hinzu. Nicht wenige Stadtmarketing-Verantwortliche gehen bei der Erfüllung ihrer Aufgabe an die Grenzen ihrer persönlichen Belastbarkeit oder gar darüber hinaus. Die Voraus-setzungen unserer Organisationen sehen einen offensiven Umgang mit diesen Themen nicht vor.

Die bcsd möchte mit der diesjährigen Herbsttagung zu diesen Problemfeldern Lösungsansätze entwerfen. Wir werden dabei aktuelle Organisationsmodelle des Stadtmarketings und des City-managements beleuchten. Wir wagen Ausblicke in die Zukunft des Stadtmarketings. Und wir möchten exemplarisch Strategien zeigen, wie wir als Verantwortliche damit konstruktiv und nach-haltig umgehen könnten. Und weil das nicht nur in der klassischen Einbahnstraßenkommunikation geht, werden auch ungewöhnliche Methoden zum Einsatz kommen.

Termin
12.11.2012, 13:50 Uhr

Veranstaltungsort
Hamburg, Deutschland

Veranstalter
Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing e.V.

Was ist eigentlich Stadtmarketing – der Blick von ganz außen

Text

Man kann einen Esel nicht durch noch soviel Marketing als leistungsfähiges Rennpferd darstellen; ebensowenig lässt sich eine Zufallsagglomeration von Menschen und Gebäuden in einem Stadtareal als begehrenswerter Lebensraum für Hoffnungsträger der Zukunft ausloben.

Urbanität ist keine Eigenschaft von Städten, sondern ihrer Bürger. Demzufolge gilt es den Bürgersinn zu entwickeln. Dazu betrieben Bazon Brock und Peter Sloterdijk mit Kollegen der verschiedensten Disziplinen die Bürgerschule von Karlsruhe in wöchentlichem Angebot (siehe www.profi-buerger.de). Für den Stadtgeburtstag Karlsruhe 2013 wird die Bürgerschule einem Vorschlag von Aristoteles folgen, die Politik der Polis in kollektiver Bewegung von Bürgern zur Sprache zu bringen.

Bazon Brock bietet seine jahrzehntelangen Erfahrungen zur Nachahmung an.
Zur Einführung sei der Text „Metropole gegen Metropolis? Urbanität als Postulat“ (1987) empfohlen:
http://bazonbrock.de/werke/detail/?id=32&sectid=84

Textverwandtschaften

1957 1958 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026

Jeder Streifen repräsentiert einen Textabschnitt in der Arbeitsbiografie. Je heller ein Streifen, desto verwandter ist der Text mit dem aktuellen Text. Der aktuelle Werk hat die Farbe Rot, der aktuelle Abschnitt ist orange markiert.

Grundlage der Textanalyse ist das Sprachmodell MiniLM-L12 / BGE-M3. Mit dessen Hilfe wird der aktuelle Textabschnitt mit allen anderen Textabschnitten verglichen (insgesamt knapp 3 Millionen Kombinationen) und ein Ähnlichkeitskennwert berechnet.

Die Ähnlichkeit basiert nicht auf Wortgleichheit, sondern auf semantischen Eigenschaften. Beispiele:

  • Das Bild zeigt eine Landschaft ⟷ Zu sehen ist eine Naturszene
  • Die Arbeit entstand 1972 ⟷ Das Werk wurde in den frühen 70ern geschaffen
  • Kritik an der Gesellschaft ⟷ Gesellschaftliche Auseinandersetzung
  • Er lehnte das Angebot ab ⟷ Er wies den Vorschlag zurück

Als ähnlich erkannt werden Synonyme, Umschreibungen und Paraphrasen sowie gleiche Bedeutungen – auch in unterschiedlichen Sprachen – erkannt. Beispiel: Kunst und Politik ⟷ art and politics.

Aktuell werden die Textverwandtschaften auf Basis des gesamten Textkorpus statisch vorberechnet und bei Änderungen einzelner Inhalte aktualisiert. In die Berechnung werden nur Textabschnitte einbezogen, die mehr als 100 Wörter Inhalt haben. Leere oder kurze Abschnitte sind daher in dieser Textgenetik nicht enthalten.

Die Verwandtschafts-Abstufungen wurden in 6 Gruppen zusammengefasst: 0 = keine Verwandtschaft, 20, 40, 60, 80, 100 = sehr nah am aktuellen Text.

Die Fundstellen in dieser Verwandtschafts-Textgenetik liefern also möglicherweise völlig andere, eventuell unerwartete Lese-Anregungen, während die zugeordneten Verweise (unter siehe auch) redaktionell ausgewählt wurden.