Lange bevor zumindest ich dem Begriff etwas abgewinnen konnte – in jedem Fall nach unserer fünften Petrarca-Reise – präsentierte Hubert Vernetzung bzw. Verknüpfungsdichte als neues Maß für Wirkung. Woher er das hatte? Wahrscheinlich aus der Diskussion um den Luhmannschen Term der Anschlußfähigkeit, verbunden mit damals noch ganz sporadischen und spielerischen Phantasien über das technologische Programm der Vernetzung und unseren Definitionsversuchen zum Kulturbegriff: Kultur ist ein durch Kommunikation gestiftetes Beziehungsgeflecht zwischen Menschen zur Garantie von Verbindlichkeit in ihrem Gruppenzusammenhalt.
Beziehungsgeflecht, Anschlußfähigkeit, Vernetzung gab Hubert vor als Frage, wie man das zu einer Meßgröße für die Folgen eigener Tätigkeit zusammenbringen kann.
Natürlich kannten wir die Verfahren, mit denen man damals die soziale, die kreative und die kommunikative und kognitive Kompetenz von Individuen feststellen zu können behauptete: die sogenannten Intelligenztests mit den Maßzahlen der Intelligenzquotienten.
Zumindest in der Firma hatte sich Hubert mit der Frage herumzuschlagen, wie man die Leistungsfähigkeit von potentiellen Mitarbeitern in Erfahrung bringen könne. Personalchefs begannen, bei Einstellungsverfahren solche elaborierten Tests anzuwenden. Sehr häufig stellte sich aber heraus, daß nicht die Leute mit den höchsten IQs (kreativ, kommunikativ, kognitiv) die effektivsten Mitarbeiter wurden. Wie konnte man dieser Erfahrung entsprechen?