Action Teaching Kunst, Kultur und Krieg
Künstlerische Interventionen von Rubens bis Joseph Beuys. Blutstrom Ornament und Aufstehen aus Ruinen. Das Paradox der Entfremdung durch kulturelle Nähe.
Künstlerische Interventionen von Rubens bis Joseph Beuys. Blutstrom Ornament und Aufstehen aus Ruinen. Das Paradox der Entfremdung durch kulturelle Nähe.
An sieben Abenden wird Bazon Brock mit Partnern und Partnerinnen im Wiener Aktionismusmuseum die Geschichte des aktionistischen Pathos seit dem 7. Jahrhundert in Erinnerung rufen (siehe Webseite WAM).
Wir haben uns angewöhnt, die Sphäre der Künste als friedfertige Gegenkraft zu stillen Kulturkämpfen und blutigen Unterwerfungs- ja, Auslöschungskriegen zu deklarieren. Aber seit der geniale Richard Wagner sich ostentativ als Propagandist des Auslöschungsantisemitismus ausdrücklich und in zahlreichen seiner Feiergemeinschaften positionierte, ist es mit der Unschuld und dem Glauben an die friedfertige Schöpferkraft der Kreativen und Künstler vorbei. Geltungssucht und immer wieder als erfolgreich erwiesener Opportunismus lassen mehr und mehr Künstler zu Kulturkämpfern werden. Also gilt es die innere Logik der Kulturkämpfe möglichst sinnfällig darzustellen und dann den Künstlern, Philosophen und intellektuellen Wissenschaftlern abzuverlangen, dass sie den Zeitgenossen den Weg aus der Kulturkrampferei eröffnen: Kulturelle Identität zu behaupten ist nur möglich, wenn man weiß, wovon man sich unterscheiden will. Natürlich will man sich nicht von unerheblichen oder von minder Bedeutendem unterscheiden, und hat so das natürliche Bedürfnis, die Träger anderer Identitäten möglichst als hochrangig anzuerkennen. Wahre kulturelle Identität entsteht also gerade durch die Wertschätzung differenter Ansprüche auf Ausdruck kultureller Identität. Das verlangt die Fähigkeit zur Selbstdistanzierung, also von Überlegenheitsphantasien gar von Allmachtswahn.
zentrale Akteure: Ulrich Heinen, Rainer Gabriel, Norman Junge, Bazon Brock
Jeder Streifen repräsentiert einen Textabschnitt in der Arbeitsbiografie. Je heller ein Streifen, desto verwandter ist der Text mit dem aktuellen Text. Der aktuelle Werk hat die Farbe Rot, der aktuelle Abschnitt ist orange markiert.
Grundlage der Textanalyse ist das Sprachmodell MiniLM-L12 / BGE-M3. Mit dessen Hilfe wird der aktuelle Textabschnitt mit allen anderen Textabschnitten verglichen (insgesamt knapp 3 Millionen Kombinationen) und ein Ähnlichkeitskennwert berechnet.
Die Ähnlichkeit basiert nicht auf Wortgleichheit, sondern auf semantischen Eigenschaften. Beispiele:
Als ähnlich erkannt werden Synonyme, Umschreibungen und Paraphrasen sowie gleiche Bedeutungen – auch in unterschiedlichen Sprachen – erkannt. Beispiel: Kunst und Politik ⟷ art and politics.
Aktuell werden die Textverwandtschaften auf Basis des gesamten Textkorpus statisch vorberechnet und bei Änderungen einzelner Inhalte aktualisiert. In die Berechnung werden nur Textabschnitte einbezogen, die mehr als 100 Wörter Inhalt haben. Leere oder kurze Abschnitte sind daher in dieser Textgenetik nicht enthalten.
Die Verwandtschafts-Abstufungen wurden in 6 Gruppen zusammengefasst: 0 = keine Verwandtschaft, 20, 40, 60, 80, 100 = sehr nah am aktuellen Text.
Die Fundstellen in dieser Verwandtschafts-Textgenetik liefern also möglicherweise völlig andere, eventuell unerwartete Lese-Anregungen, während die zugeordneten Verweise (unter siehe auch) redaktionell ausgewählt wurden.