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Buch Lustmarsch durchs Theoriegelände

– Musealisiert Euch!

Lustmarsch durchs Theoriegelände, Bild: Buchumschlag. Gestaltung: Gertrud Nolte.. + 4 Bilder
Lustmarsch durchs Theoriegelände; Bild: Buchumschlag. Gestaltung: Gertrud Nolte.

Gestaltung: botschaft prof. gertrud nolte

Das Buch ist mit einem Plakat-Umschlag in den Maßen 58 cm x 79 cm eingeschlagen.

Erschienen
10.10.2008

Autor
Brock, Bazon

Verlag
DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG

Erscheinungsort
Köln, Deutschland

ISBN
978383219024-8

Umfang
434

Seite 28 im Original

Einleitung - 1 Wem die Stunde geschlagen hat: Europe fades away. Noch ein Untergang des Abendlandes?

Mit mokantem Lächeln und dem expliziten Vorwurf, man leide unter Verfolgungswahn, weisen die scheinbar Aufgeklärten jedes Eingeständnis zurück, daß mit der Vormachtstellung Europas in der Geschichte der Moderne endgültig Schluß ist. Diese Leugnung entspringt nicht angstfreier Souveränitätsbehauptung. Sie ist Weigerung gegenüber der Einsicht in die zukünftige Nichtigkeit der eigenen Position.

Gegenwärtig ist für jeden halbwegs Orientierten unübersehbar, daß die Europäer nicht zur Kenntnis nehmen wollen, wie Rußland, China und Indien ihnen längst den Rang abgelaufen haben. Dies geschieht entweder aus imperialistischem Dünkel durch die Erfahrung bisheriger wissenschaftlich-technischer Überlegenheit oder aus Allmachtsphantasien, die Führung des Menschheitsfortschritts seit Jahrhunderten übernommen zu haben und auch in Zukunft behalten zu können. Sich beim großen Bruder USA mit Machtbewußtsein aufzutanken, ist nach dem Desaster des imperium americanum nicht mehr möglich. Auf den Wirtschafts- und Finanzweltseiten der großen Tageszeitungen, wo die Fakten zur Beschleunigung des europäischen Abstiegs aus der Weltführung unübersehbar geboten werden, verlegt man sich aufs Herabspielen und Verleugnen. „Das Leben ist nun einmal nicht gerecht“, heißt es sogar in Chefkommentaren zur Zerstörung europäischer Lebens- und Wirtschaftsformen. Spätestens seit Sigmund Freud weiß man, welche katastrophalen Folgen derartiger Umgang mit Kränkungen von Selbstbewußtsein zeitigt. Kränkungen gesteht man nicht gern ein, da sie als Zeichen der Verwundbarkeit und der Schwäche verstanden werden müssen respektive als mangelnde Souveränität oder mangelnde soziale Kompetenz. Also versucht man, die bedrohenden Kränkungen zu verdrängen, zu leugnen oder sie ins Gegenteil zu verkehren. Schwache Charaktere verstehen meisterlich, die unverhüllten, wenig subtilen Kränkungen noch als Ausdruck intensiven Interesses an der eigenen Person umzudeuten. Das gilt nicht nur für das Individuum, sondern auch für Kollektive wie die der Standespolitiker, Parlamentsfraktionen, Unternehmerverbände und ganze Fakultäten. Dabei haben die Europäer schon einige Male mit solchen Verleugnungen der Realitäten Erfahrungen machen können:

  1. mit der Kopernikanischen Kränkung, also der zugemuteten Einsicht, daß nicht die Erde im Mittelpunkt der von Gott geschaffenen Welt stehe, tut sich die Kirche bis in die Gegenwart schwer (Galileo wurde erst am 2.11.1992 offiziell rehabilitiert);
  2. mit der Darwin'schen Kränkung, derzufolge man nicht anerkennen wollte, daß der Mensch, wie alles andere Leben auf Erden, ein Produkt der Evolution sei; diese Kränkung verleitet gegenwärtig auch die angeblich so hoch zivilisierte westliche Welt zu wissenschaftlich verbrämten Ideologien, die als Lehre vom „intelligenten Design“ sogar Lehrbuchstatus erhalten haben;
  3. mit der Einstein'schen Kränkung, daß Raum und Zeit keine absoluten, konstanten Größen sind, sondern sich jeweils mit Beziehung auf den mit ihnen rechnenden Beobachter wandeln: man versuchte, diese Kränkung abzuschwächen durch karikierende Pointen wie die, alles sei eben relativ, also auch die Einstein'sche Erkenntnis;
  4. mit der gegenwärtig am intensivsten erfahrenen Kränkung unseres bürgerlichen Selbstbewußtseins durch Neurowissenschaftler. Sie bestreiten, daß Menschen souverän und verantwortlich über die Funktionen ihres Weltbildapparates namens Gehirn verfügen können. Diese gut begründete Vermutung scheint so inakzeptabel zu sein, daß man sie durch willkürliche Ableitungen von Konsequenzen ins Absurde überführt. Die Strafmündigkeit, die Verantwortung des normal funktionstüchtigen Täters für seine Taten, wird durch die Untersuchungen der Neurophysiologen nur dann berührt, wenn man ein Interesse hat, das Prinzip der Verantwortung außer Kraft zu setzen. Das scheint bei vielen Parlamentariern, Unternehmern, Bankern und Börsen-Vabanque-Spielern der Fall zu sein. Sie stecken in einem Dilemma: Entweder erkennen sie an, daß mit ihrer Planungs- und Steuerungsmacht kaum etwas zu erreichen ist – dann dürfte aber niemand mehr bereit sein, ihnen für diese Tätigkeiten horrende Einkommen zuzugestehen – oder sie akzeptieren ihre Macht, dann müßten viele von ihnen aufgrund der Verantwortung für ihr Versagen allerdings schleunigst ihrer Funktion enthoben werden, um nicht noch größeren Schaden anzurichten. So liest man denn, an der mutwillig eingegangenen und mit der Intelligenz von Kriminellen ausgeklügelten Vermarktung von Hypotheken – die sich erwartungsgemäß als heiße Luft erwies – sei die Hypothekenkrise Schuld; die Banken und ihre Herren seien selbst arme Opfer der Krise geworden. (1) Herzlichen Dank, Professor Singer! (2)

Kein Zweifel, der Westen wird durch seinen Allmachtswahn liquidiert (und nicht etwa durch den bösen Islamismus), der nach dem Untergang der UdSSR als sichtbares Zeichen des vermeintlichen Triumphs des Westens über den Osten die Wirtschafts- und Finanzbosse, aber auch viele Politiker höchster Funktionsränge ergriff. 1989/1991 schied der Westen aus der Weltgeschichte aus und nicht etwa die historischen Monster Kommunismus und Dritte Welt. Der Wahn nannte sich „Globalisierung“, also Ausbreitung der westlichen Allmachtsphantasien auf die ganze Welt. Ohne Beschränkung durch eine Gegenmacht, ohne Kontrolle an der Wirklichkeit, ohne das Gegengewicht des sozialistischen Lagers entartete die Westideologie zum Neoliberalismus, der ganz und gar wahnhaft ist, weil zum Beispiel der Markt die Bedingungen seines eigenen Funktionierens nicht selber schaffen kann. (Böckenförde-Diktum). Zu diesen Bedingungen gehört zum Beispiel das Vorhandensein eines Rechtssystems. Das aber kann der Markt nicht selber hervorbringen, ebenso wenig wie viele andere Steuerungsinstrumente für sein Funktionieren – erst recht kann er sie nicht selber durchsetzen. Der bedingungslos freie Markt, der angeblich alles reguliert, ist eine Wahnidee, deren zerstörerische Auswirkung diejenige der Planwirtschaft weit übertreffen dürfte.

Das wäre eine der möglichen Bewertungen; eine zweite führte womöglich zu einem noch peinlicheren Effekt des sozialpsychologisch deutbaren Polit-Sadomasochismus (sms – short mess service): zur Anerkenntnis nämlich, daß die 68er die erfolgreichste Generation aller historischen Zeiten gewesen sind; und wer wollte das schon akzeptieren bei willkürlich sich zusammenrottenden wohlstandsverwahrlosten Kindern, utopiesüchtigen Sozialphantasten und Pornographieliebhabern. Was wollten diese Klamaukbrüder? Ihresgleichen wünschten, ob sie Amerikaner, Holländer, Franzosen oder Deutsche waren, den möglichst radikalen Niedergang der US-amerikanischen Vormachtstellung, den Sieg der Russen im Ost-West-Konflikt und den Sieg der Maoisten im Kulturkampf gegen verstockte Konservative, die Befreiung der Dritten Welt sowie den Sieg der Afrikaner über den weißen Rassismus. Das war Wunschgebet und Stoßziel aller 68er – und was ist dabei herausgekommen? Vierzig Jahre später ist der amerikanische Führungsanspruch in der Welt völlig desavouiert; Rußland und China gelten ohne jeden Zweifel als die einflußreichsten Großmächte der Zukunft; die Dritte Welt entdeckte den Islam zwischen Malaysia/Indonesien und Algerien/Marokko als die sie gemeinsam bestimmende Kraft, der sich längst Europa und USA anempfohlen haben; und die afrikanische Urmutter der Menschheit konnte sich offiziell mit der Kennzeichnung der Schwarzen in den USA als afrikanische Amerikaner politisch korrekte Geltung verschaffen. Welch ein Triumph für die 68er, selbst wenn sie nichts zur Verwirklichung ihrer Vision beigetragen haben, sondern diese von den Herren der Globalisierung in den Schoß gelegt bekamen. Ja, gerade deshalb könnte man die 68er glattweg als von Gott begnadet ansehen, denn was außer der göttlichen Gnade ermöglicht die Erfüllung auch der absurdesten Kinderträume, die ja bekanntlich durch den märchenhaften Horror ausgedrückt werden.

Wenn das unsere Zukunft bestimmt, was selbst die 68er nur zu wünschen wagten, ohne mit dessen weltpolitischer Durchsetzung zu rechnen, dann versuchen wir, uns auf diese Zukunft vorzubereiten und zu deren produktiver Bewältigung beizutragen mit der nachfolgenden Dokumentation des „Lustmarsches durchs Theoriegelände“, der 2006 unter dem Generaltitel „Eine schwere Entdeutschung“ in elf Zivilisationsagenturen, genannt Museen, Archive, Theater, Universitäten, Galerien, absolviert wurde.

Am Ende stand der Appell: „Musealisiert Euch!“ Er ist die kürzeste Zusammenfassung des Ergebnisses einer gelungenen schweren Entdeutschung. (3) Die Vermarktungsstrategen von Attitüden des Modernismus, des Fortschrittsgetues haben alles daran gesetzt, den Begriff der Musealisierung abzuwerten und zum bloßen Aufbewahren von bedeutungslos, veraltet, unbrauchbar gewordenem Gerümpel umzudeklarieren. Historisch wie systematisch gesehen, kennzeichnet aber Musealisierung weiß Gott keine omahafte oder Künstlern eigentümliche Marotte. Darauf verwiesen im Badischen Landesmuseum Karlsruhe Bazon Brock, Peter Sloterdijk und Peter Weibel, als sie am 24. November 2007 Mustafa Kemal Pascha, den Gründervater der modernen Türkei, zum Beispielgeber für das Programm „Musealisierung als Strategie der Zivilisierung“ erhoben. Denn am 24. November 1934 erließ Atatürk ein Dekret, auf Grund dessen dem Kultur- und Religionskampf zwischen dem islamischen Südosten Europas und dem christlichen Westen eine neue, einzig zukunftweisende Richtung gegeben wurde. Atatürk verordnete die Umwandlung der großen Moschee von Istanbul in ein Museum. Diese Moschee war von den Zeiten ihres Erbauers Kaiser Justinian an bis 1453, bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen, als Hagia Sophia der größte und bedeutendste Kultbau des orthodox-christlichen oströmischen Reiches. Atatürk hatte die Vision, daß dieser grandiose Sakralbau weder als Triumphzeichen eines endgültigen Sieges des Islam über das Christentum noch als Mahnzeichen älterer christlicher Rechte mißbraucht werden dürfe. Weder christlicher noch moslemischer Triumph, sondern zivilisatorischer; weder Glaubensfestung der einen noch der anderen religiösen Gewißheit, sondern Repräsentation der universalen Menschheit sollte dieser Kultbau sein – so verfügte Atatürk und gab in der Tat damit das bis dato bedeutendste Beispiel für die denkbare Beherrschung der Religions- und Kulturkriege, deren radikalste Vertreter heute mit ihren zerstörerischen Erzwingungsstrategien den Westen wie den Osten in Schrecken versetzen.

An dieser bisher kaum angemessen gewürdigten zivilisatorischen Großtat eines sich als Westler bekennenden Politikers, Staatsmanns und Militärs wollen wir unser Ziel der schweren Entdeutschung orientieren. Wenn wir Europa nicht in permanenten Kultur- und Religionskriegen und in anderen blutigen Auseinandersetzungen um seine zukünftige Überlebensfähigkeit sang- und klanglos in die weltgeschichtliche Bedeutungslosigkeit fallen lassen wollen, gibt es nur eine, eben die von Atatürk gewiesene Möglichkeit der Musealisierung, um Frieden zu halten. Als „living museum“, als Freiluftmuseum der Welt könnte Europa der zukünftigen Menschheit zur Erforschungs- und Erkenntnisstätte werden, in der man lernte, daß Respekt und Anerkennung für die religiös-kulturellen Leistungen der jeweils anderen nirgends besser erfahren werden können als in den Museen. Sie sind neben den Universitäten und Technischen Hochschulen diejenigen Errungenschaften des Westens, die weltweit Geltung genießen und entsprechend übernommen wurden. Das aber hieße nicht Untergang des Abendlands, sondern Europa als Avantgarde für die einzig denkbare Befriedung der von Machtpolitik, ethnisch-rassischem Hegemonialstreben und ökonomisch begründeter Suprematie zu allen Zeiten gleichermaßen in Dienst genommenen kulturell-religiösen Prägung der Menschen.

Die Empfehlung „Musealisiert Euch!“ gilt aber auch den Individuen, die das schon längst wissen, selbst wenn sie nur Kindheits- und Ferienphotos in Schuhkartons oder inzwischen elektronisch speichern, ohne jede Chance zu deren angemessener Nutzung. Angemessen wäre zum Beispiel, sein eigenes Leben genau so ernst zu nehmen wie das von Künstlern, Staatsmännern, Religionsstiftern oder das von herausragenden Mitgliedern von Familien, Vereinen, Verbänden, Unternehmen, Kulturgemeinschaften oder gar Nationen. Deswegen gehen wir ja ins Kino und Theater, um am Beispiel der dort verhandelten Biographien zu lernen, wie man einen eigenen Entwurf eines Lebensplans zustande bringt und ihn unter den höchst beschränkten Verhältnissen des Alltags produktiv werden läßt. Dabei geht es nicht mehr um das Pathos, auch in sozialem Status und übernommenen Rollen der zu werden, der man eigentlich ist oder sein könnte oder sein möchte; sondern es gilt zu erkennen, wie man immer nur der wird, der man nicht ist – also gerade unter Anerkennung unserer eingeschränkten Autonomie. Sich zu musealisieren heißt, so zu leben, daß es über dieses Leben etwas Interessantes zu erzählen gibt. Und zwar nicht nur im Rückblick, sondern auch im Vorausblick. Selbst Menschen, denen von Kindesbeinen an die größten Chancen zur Wahl einer Biographie geboten werden, können schließlich jeweils nur eine konkrete Möglichkeit zu leben ergreifen. Aber alle Menschen werden in ihrer Einstellung zur Zukunft ganz entscheidend durch das Spektrum der Möglichkeiten bestimmt, das sich ihnen als Alternative geboten hat oder das sie sich eröffnen konnten. Obwohl wir immer nur jemand Bestimmtes sein können, ist die Bedeutung dieses Jemand doch davon abhängig, welchen Reichtum an Wahlchancen er überhaupt zu erfassen und für sich nutzbar zu machen vermag – jeder gewinnt sozusagen Potenz, also Lebenskraft als Freiheit, sich nicht auf ein Verhaltensmuster festnageln lassen zu müssen.

Anmerkungen
(1) Siehe „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 31. Dezember 2007: „Hans Joachim Döpp, das jüngste Opfer [!] der Krise, stand seit 2002 an der Spitze des für die Commerzbank wichtigen Amerikageschäfts.“ Genereller Tenor: „In Zusammenhang mit der amerikanischen Immobilienkrise sind schon einige Manager entlassen worden.“ Was für ein Eiertanz! Besagte Manager haben die Krise selbst bedenkenlos herbeigeführt. In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 15. November 2007 lesen wir: „Ein Großteil der Versicherer handelt nach der Strategie ,Aussitzen und Abwimmeln‘“. Der Versicherer Aspecta erhielt von einer Kundin 152.000 Euro für ihren Lebensversicherungsvertrag. Nach vorzeitiger Kündigung erhielt sie 101.593 Euro zurück. Mehr als jede zweite Lebensversicherung wird vorzeitig wegen Einkommenseinbußen durch Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheit oder zwecks Eigentumserwerbs vorzeitig aufgelöst. Die knappste Schätzung laut SZ besagt, daß den Kunden jährlich mindestens 3,3 Milliarden Euro von den Versicherern aus deren Einzahlungen vorenthalten werden. 7 Millionen Verträge müßten laut BGH vom Oktober 2005 von den Versicherern nachträglich begünstigt werden, aber nur, wenn jeder einzelne klagte, denn die Versicherer wimmeln ab und sitzen aus. Es ist ganz offensichtlich, daß diese Art von Betrug für legal gehalten werden soll, und zwar nicht nur von den legalisierten Mafiosi selber, sondern auch von deren Vollzugsfunktionären im Parlament. Scheinbar ist Systemrationalität darauf ausgerichtet, die Verfolgbarkeit von Wirtschaftskriminalität wegen sogenannter unentwirrbarer Durchmischung von Rechtskonstruktionen der Firmenstruktur, wegen mangelnden Prüferpersonals und wegen überlegener Intelligenz der zur Kriminalität Fähigen gegenüber den dazu nicht Fähigen, auszusetzen. Dies geschieht, indem man die kriminellen Handlungen legalisiert, weil es im Interesse der Allgemeinheit liege, daß mehr legale als illegale Kriminalität stattfindet. Die Bosse von Siemens beispielsweise gaben bekannt, daß es im Interesse ihrer deutschen Standorte sei, wenn sie Millionen als Schmiergelder zahlten, um entsprechend ins Geschäft zu kommen. Bis in die vorige Legislaturperiode waren Bestechungsaufwendungen sogar steuermindernd. Der Rechtsstaat BRD steht in allen Rankings irgendwo zwischen dem 18. und letzten Platz. Der Schock über die Feststellung, Deutschland gehöre zu den korruptesten Staaten und Gesellschaften auf dieser Erde, ist so groß, daß sich alle Politiker und Unternehmer darauf verlassen können, daß derartige wahrheitsgemäße Aussagen über ihr Tun und Treiben von den Bürgern und Wählern nicht geglaubt werden.
(2) Prof. Dr. Wolf Singer hat als Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung, Frankfurt am Main, die neuerliche Debatte um die Willensfreiheit in neurophysiologischer Hinsicht vom Zaun gebrochen.
(3) Siehe Kapitel „Eine schwere Entdeutschung – Widerruf des 20. Jahrhunderts“

Antizipation und Empathie – Voraussehen und Vorausleiden sind die Wächter der wahren Empfindungen ostwärts., Bild: Lustmarsch, S. 30 © QART, Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus.
Antizipation und Empathie – Voraussehen und Vorausleiden sind die Wächter der wahren Empfindungen ostwärts., Bild: Lustmarsch, S. 30 © QART, Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus.
Modellstehen für Völkerentertainmentdenkmal (1813, 1913, 2013), Bild: Lustmarsch, S. 31 © QART, Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus.
Modellstehen für Völkerentertainmentdenkmal (1813, 1913, 2013), Bild: Lustmarsch, S. 31 © QART, Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus.
Blick vom Völkerschlachtdenkmal, Bild: Lustmarsch, S. 31 © QART, Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus.
Blick vom Völkerschlachtdenkmal, Bild: Lustmarsch, S. 31 © QART, Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus.