Buch Frankfurter Ring-Fibel

Erschienen
1967

Autor
Brock, Bazon | Seuss, Juergen

Verlag
Ring-Publications Gerold Dommermuth

Erscheinungsort
Frankfurt am Main, Deutschland

ISBN
B0000BR16S

Umfang
92 Seiten

4 Die Brust als Organ der Anpassung

Text

Das Einverleiben durch den Mund ist die erste der intensiven Einverleibungstechniken, die der Mensch ausbildet. Als erstes Angebot dafür kommt nur die mütterliche Brust in Frage. Weitgehend wird hier schon bestimmt, in welcher Form sich das Kind später den Zugriff auf die Welt erwirbt. Eine erste und auch fatale Konditionierung des Kindes findet beim Aneignen von Welt durch den Mund auf dem Wege der Nahrungsaufnahme statt. Jede Unebenheit, jedes Verzögern, jedes Zubeißen, jedes Festsaugen wird durch Entzug der Brust geahndet, bis das Kind lernt, sich den Bedingungen anzubequemen, um ungestört, angepaßt leben zu können. Bei solcher Passivität dann kann es allerdings alles von einer Situation erwarten, wird die Hingabe belohnt.

Es sei erinnert, daß sich die Karikaturisten der Konsequenzen solchen frühen Anpassens häufig so annehmen: sie zeigen ein gewaltiges Weib, dessen Gatte mit zehengestreckten Beinchen seinen Mund gerade in die Höhe der Gattinbrüste zu bringen versteht.

In der Tat leitet sich heute eine große Zahl von intersubjektiven Beziehungen aus den Beziehungen der Babys zu den Brüsten ihrer Mütter ab (Phänomene des Mamitums in USA, ablesbar am Volumen der wöchentlich neu publizierten Pin-up-Girls).

Für das Kind ist gewährte Nahrungsaufnahme immer die Lösung einer von Unlust begleiteten Situation. Die Reaktionen des erwachsenen Mannes werden sich deshalb häufig zurückwenden auf eine analoge Möglichkeit. Statistisch ist nachzuweisen, daß die in Karikaturen gemeinten Männer tatsächlich Frauen haben, die mit überdurchschnittlich großen Brüsten ausgestattet sind.

Textverwandtschaften

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Jeder Streifen repräsentiert einen Textabschnitt in der Arbeitsbiografie. Je heller ein Streifen, desto verwandter ist der Text mit dem aktuellen Text. Der aktuelle Werk hat die Farbe Rot, der aktuelle Abschnitt ist orange markiert.

Grundlage der Textanalyse ist das Sprachmodell MiniLM-L12 / BGE-M3. Mit dessen Hilfe wird der aktuelle Textabschnitt mit allen anderen Textabschnitten verglichen (insgesamt knapp 3 Millionen Kombinationen) und ein Ähnlichkeitskennwert berechnet.

Die Ähnlichkeit basiert nicht auf Wortgleichheit, sondern auf semantischen Eigenschaften. Beispiele:

  • Das Bild zeigt eine Landschaft ⟷ Zu sehen ist eine Naturszene
  • Die Arbeit entstand 1972 ⟷ Das Werk wurde in den frühen 70ern geschaffen
  • Kritik an der Gesellschaft ⟷ Gesellschaftliche Auseinandersetzung
  • Er lehnte das Angebot ab ⟷ Er wies den Vorschlag zurück

Als ähnlich erkannt werden Synonyme, Umschreibungen und Paraphrasen sowie gleiche Bedeutungen – auch in unterschiedlichen Sprachen – erkannt. Beispiel: Kunst und Politik ⟷ art and politics.

Aktuell werden die Textverwandtschaften auf Basis des gesamten Textkorpus statisch vorberechnet und bei Änderungen einzelner Inhalte aktualisiert. In die Berechnung werden nur Textabschnitte einbezogen, die mehr als 100 Wörter Inhalt haben. Leere oder kurze Abschnitte sind daher in dieser Textgenetik nicht enthalten.

Die Verwandtschafts-Abstufungen wurden in 6 Gruppen zusammengefasst: 0 = keine Verwandtschaft, 20, 40, 60, 80, 100 = sehr nah am aktuellen Text.

Die Fundstellen in dieser Verwandtschafts-Textgenetik liefern also möglicherweise völlig andere, eventuell unerwartete Lese-Anregungen, während die zugeordneten Verweise (unter siehe auch) redaktionell ausgewählt wurden.