Aktion Die Linie des Lebens

Neuinzenierung der Aktion von 1959 im Rahmen der Ausstellung „Friedensreich Hundertwasser. Gegen den Strich. Werke 1949-1970“ in der Kunsthalle Bremen

Die Linie des Lebens, Bild: Plakat zum Re-enactment vom 15.-18.10.2012 in der Kunsthalle Bremen.. + 2 Bilder
Die Linie des Lebens; Bild: Plakat zum Re-enactment vom 15.-18.10.2012 in der Kunsthalle Bremen.

1959 führte Bazon Brock in der Klasse von Friedensreich Hundertwasser die spektakuläre Aktion „Die Linie von Hamburg“ an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg durch. Die Aktionisten schrieben schrieb Geschichte. Im Vorfeld der umfangreichen Sonderausstellung „Friedensreich Hundertwasser: Gegen den Strich. Werke 1949 bis 1970“ inszeniert die Kunsthalle Bremen gemeinsam mit Bazon Brock die bahnbrechende Aktion von Hundertwasser erstmals nach über 50 Jahren neu.

Vom 17. Oktober 2012, 15:11 Uhr bis zum 19. Oktober 2012, 21 Uhr, wird die Große Galerie der Kunsthalle vom Boden bis zur Decke über Fenster und Türen in einer mehr als 50 Stunden andauernden Aktion von Studenten der Hochschule für Künste Bremen mit einer unendlichen Linie überzogen und zu einer begehbaren Spirale verwandelt. Die Aktion in der Kunsthalle nennt sich „Die Linie des Lebens“ und wird schließlich auch Teil der Ausstellung, die vom 20. Oktober 2012 bis 17. Februar 2013 zu sehen ist.

Die Kunstaktion ist eine öffentlich zugängliche Veranstaltung und so können Sie am Mittwoch, dem 17. Oktober, sogar nachts in der Kunsthalle verweilen, um der Aktion zu folgen. Inspiriert werden die Linienzieher durch interdisziplinäre Beiträge während der gesamten Aktion. Ganz im ursprünglichen Sinne Hundertwassers wird die Linie in Bremen von Studierenden der HfK Bremen unter der Leitung von Joachim Hofmann am 19. Oktober 2012 aus der Kunsthalle hinaus geführt und durch die Stadt gezogen. Wöchentlich ziehen die Studenten die Linie mit verschiedenen Mitteln immer ein Stück weiter. Die Linie findet mit den Hochschultagen der HfK am Samstag, den 2. Februar 2013 in der Hochschule für Künste Bremen ihren Abschluss.

Besucherzeiten während der Kunstaktion:

17. Oktober 2012, 15:11 Uhr durchgehend bis 18. Oktober 2012, 17 Uhr.

Einführung von Prof. Dr. Bazon Brock am 17. Oktober 2012 um 15:11 Uhr.

19. Oktober 2012, 10 bis 17 Uhr (für Mitglieder des Kunstvereins bis 21 Uhr)

Termin
17.10.2012, 15:11 Uhr

Veranstaltungsort
Bremen, Deutschland

Adresse
Kunsthalle Bremen, Am Wall 207, 28195 Bremen

Veranstalter
Kunsthalle Bremen

siehe auch:

1. Reenactment der „Großen Hamburger Linie“ von 1959 mit Studenten der HfK Bremen

Text

Die Linie des Lebens – interdisziplinäre Beiträge zur Inspiration der Linienzieher

Mittwoch, 17. Oktober

15:11h Beginn der 1. Wache der Linie mit der Initiation der Teilnehmer (Geschichtsagenten/Linienzieher) und des Publikums durch Bazon Brock

20.11h „Lebenswege entfalten ihre Schönheit in der Fähigkeit zum Umweg - zur biblischen Perspektive der Lebenslinie“
Louis-Ferdinand von Zobeltitz, Pastor

23.11 h „C COPY A, VERSCHLÜSSELT“
Klick-Performance des Theaters der Versammlung zu den Brüchen der Lebenszusammenhänge in unserer immer schneller werdenden Zeit“
Zentrum für Performance Studies der Universität Bremen

Donnerstag, 18. Oktober

4.11 h Film: Alfred Erhardt, Spiel der Spiralen, 1951

8.11 h „Vom Abstand zweier Bilder“
Prof. Marcel Oliver PhD, School of Engineering & Science, Jabobs University, Bremen

13.11 h „Die Weser malt der kommunalen Galerie ein Bild“, 1989
Joachim Hofmann, Hochschule für Künste

16.11 h „long time no see – zur Zeitwahrnehmung im Strafvollzug“
Michael Brinkmann-Poser, Justizvollzugsanstalt, Bremen

19.41 h Improvisation zu Toshio Hosokawas Sen 1, 1984
Hanna Petermann, Ensemblemitglied der Bremer Philharmoniker

23.11 h Lesung: Henry van de Velde, Die Linie, 1910
Peter Lüchinger, Ensemblemitglied der Shakespeare Company

Freitag, 19. Oktober

4.11 h Film: Enrico Fulchignoni, Images de la Folie, 1950

10.11 h „Die Spirale – Urform der Kunst“
Dr. Christoph Grunenberg, Direktor der Kunsthalle Bremen

12.11 h „Hundertwassers „Spiralbewegung"-Tranceerfahrungen im Kunstraum“
Dr. Georg Franzen, Kunstpsychologe

18.11 h „Zeittunnel“
Norman Stenschke, Olbers Planetarium

20.11 h Abschluss der Linie des Lebens

– ca. 21.11 h Bazon Brock

Im Anschluss Herausführen der Linie aus der Kunsthalle durch Studierende der Hochschule für Künste und Joachim Hofmann.

siehe auch:

Textverwandtschaften

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Jeder Streifen repräsentiert einen Textabschnitt in der Arbeitsbiografie. Je heller ein Streifen, desto verwandter ist der Text mit dem aktuellen Text. Der aktuelle Werk hat die Farbe Rot, der aktuelle Abschnitt ist orange markiert.

Grundlage der Textanalyse ist das Sprachmodell MiniLM-L12 / BGE-M3. Mit dessen Hilfe wird der aktuelle Textabschnitt mit allen anderen Textabschnitten verglichen (insgesamt knapp 3 Millionen Kombinationen) und ein Ähnlichkeitskennwert berechnet.

Die Ähnlichkeit basiert nicht auf Wortgleichheit, sondern auf semantischen Eigenschaften. Beispiele:

  • Das Bild zeigt eine Landschaft ⟷ Zu sehen ist eine Naturszene
  • Die Arbeit entstand 1972 ⟷ Das Werk wurde in den frühen 70ern geschaffen
  • Kritik an der Gesellschaft ⟷ Gesellschaftliche Auseinandersetzung
  • Er lehnte das Angebot ab ⟷ Er wies den Vorschlag zurück

Als ähnlich erkannt werden Synonyme, Umschreibungen und Paraphrasen sowie gleiche Bedeutungen – auch in unterschiedlichen Sprachen – erkannt. Beispiel: Kunst und Politik ⟷ art and politics.

Aktuell werden die Textverwandtschaften auf Basis des gesamten Textkorpus statisch vorberechnet und bei Änderungen einzelner Inhalte aktualisiert. In die Berechnung werden nur Textabschnitte einbezogen, die mehr als 100 Wörter Inhalt haben. Leere oder kurze Abschnitte sind daher in dieser Textgenetik nicht enthalten.

Die Verwandtschafts-Abstufungen wurden in 6 Gruppen zusammengefasst: 0 = keine Verwandtschaft, 20, 40, 60, 80, 100 = sehr nah am aktuellen Text.

Die Fundstellen in dieser Verwandtschafts-Textgenetik liefern also möglicherweise völlig andere, eventuell unerwartete Lese-Anregungen, während die zugeordneten Verweise (unter siehe auch) redaktionell ausgewählt wurden.