Action Teaching Wirkung erniedrigt die Werke
Summa der Überlegungen vom Verhältnis von Wirkung und Werk; warum wir alle Autoren zitieren, deren Werke wir gar nicht kennen.
Wir bieten am 7. 9. 2026 die erste Zusammenfassung der Erörterung über die Tatsache, dass in der Moderne wir nicht mit den Werken der Philosophen, Literaten, Künstler vertraut sind, sondern mit deren Wirkung. Die Wirkung tritt an die Stelle der Werke. Die Kommunikation, stimuliert durch die Wirkung des Werkschaffens, verdrängt das Verstehen der Werke. Dem entspricht das von Darwin eingeführte Design als Kommunikation ohne Verstehen, weil die Natur keine Programme oder Zielrichtung kennt, also nicht auf definitives Werk ausgerichtet ist, sondern auf Entfaltung von Wirkung.
Was aber bedeutet es für unser heutiges Weltverständnis, wenn wir die Welt gar nicht mehr verstehen können oder wollen, aber erfolgreich in ihr kommunizieren können / müssen?
Die Kunst- und Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich und Lambert Wiesing orientieren sich auf zwei Diskussionsschwerpunkte: auf Prozessieren mit künstlicher Intelligenz ohne Verstehen und auf das Erlebnis der Individualität.