Action Teaching Die Rationalität des Irrationalen, die Vernunft der Wahnhaftigkeit
Wir setzen die Frage nach den im Begriff „Gesetz“ angesprochenen Sachverhalten fort: wie kommen Mythen und Magien zu ihrer objektiven Wirkung – Vodookulte als Manifestation von Rationalität (Analogien im heutigen Verständnis des Placebo-Effekts)? Zwar werden Gesetze, z.B. die von den Wissenschaftlern zutage gerbachten Naturgesetze, von Individuen irgendwann zum ersten Mal ausgesprochen und damit zur Welt gebracht, aber sie gewinnen ihre Bedeutung nicht, wie Autorschaft im Allgemeinen, durch Verweise auf den Urheber. Wahrheiten, Gesetze, etc. (Sprache, Konventionen, Sitten) sind urheberlos gewordene Aussagen. Allgemeingültig werden die Aussagen durch ihre jede Individualität übersteigende Bedeutung, ohne auf die naheliegende Begründung angewiesen zu sein, dass sie als Offenbarung des Übermenschlichen in die Welt gekommen seien. Herkömmlich wird dieser Sachverhalt angesprochen in Kultpraktiken. Ihre Wirkung wird als überwältigender Glanz, als Glorie, als Ruhm, als Rausch im Geist der Erzählung gekennzeichnet. Beat Wyss hat jüngst solchem Genius des Abendlandes ein umfangreiches Werk gewidmet (Verlag Walther/Franz König, Köln).
Beat Wyss wird am 27. April im Hoftheater ohne dialektische Trickserei diese weltweite Begründung des Geistes der Geschichte präsentieren und vorbereitet auf die Einwände von Bazon Brock reagieren.