Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inGummi., 1995 im AbschnittAnpassung als Verhaltensprinzip. Der elastische Zeitgenosse. Nicht nur Gottes Uhren gehen anders, sondern auch die den Elastikern eigene vitale Spannkraft, die sich aus der Zeit fallen lassen, um dem rigiden Streß der Zeitansagen zu entgehen. Nicht nur das Urmeter sollte aus Gummi sein, sondern auch die Zeitschranken und die Uhren, damit die Zeiger der Erlebniszeit folgen und nicht die Erlebnisse dem Diktat der Zeit. Themen keine Mario Lange
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inNordlicht: 222 Jahre; die Hamburger Hochschule für bildende Künste am Lerchenfeld und ihre Vorgeschichte, 1989 im AbschnittAuf der Rutschbahn bergauf! Ästhetiker etablieren sich Im Oktober 1965 übernahm ich auf Einladung Herbert von Buttlars, des damaligen Direktors der Hochschule für bildende Künste, Hamburg, einen Lehrauftrag für nichtnormative Ästhetik. Von Buttlar war auf mich durch Hinweise des Heidegger-Verlegers Günter Neske aus Pfullingen gestoßen. Neske war der Meinung, daß ich mit meinen Arbeiten auf eine wohl »seltsam« zu nennende Weise zeitgemäße Anverwandlungen von Problemstellungen betriebe, die Heidegger in den 20er Jahren entwickelt hatte. Gerade weil Neske sehr gut wußte, welche Entwicklung das Heideggersche Denken genommen hatte, hielt er es für wichtig, die ursprünglich in der Phänomenologie aus der alltäglichen Lebenspraxis aufgegriffenen Fragestellungen wieder zu bearbeiten. Methodisch bedeutete das, normative ästhetische Theorien aufzugeben zugunsten von beobachtender und beschreibender Entfaltung der Phänomene. Es galt, eine Form der nichtnormativen Untersuchung zu entwickeln, deren Vorgehensweisen genau denen entsprechen, aus denen die zu vermittelnden Phänomene hervorgegangen waren. Ein derart arbeitender Theoretiker wendete also künstlerische Praktiken selber an, ohne dadurch seinerseits etwa Kunstwerke hervorbringen zu wollen. Themen keine Marina Sawall
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inÄsthetik als Vermittlung, 1977 im AbschnittÄsthetik als Vermittlung Nun dürfte verständlich sein, warum zuvor auf der Unterscheidung zwischen ästhetischem Urteil und der Urteilsbegründung bestanden wurde. Im einzelnen ästhetischen Urteil kommt nur die Fähigkeit des Urteilenden zum Ausdruck, einem gestalteten Objekt anzusehen, daß in ihm ein Verweis auf einen Gesamtzusammenhang vergegenständlicht wurde. Der Zusammenhang selbst steckt nicht in den Objekten. Er muß in der Urteilsbegründung durch die Vermittlungsleistung des Subjekts konstituiert werden. Themen keine Marc Simon Oliver Vaupel Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inÄsthetik als Vermittlung, 1977 im AbschnittVom Sinn der Sinnlichkeit Wenn in den einzelnen Lernschritten jeweils nur ein Topos manifest gemacht wird, ja geradezu gegen die vielen latenten ausdrücklich abgehoben wird, verhindert man die Verknüpfung der Topoi zu stabilen Sinnsyndromen. Themen keine Marc Simon
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inDie Mitgift der Prinzessin von Trapezunt - die Legende nach Linde Burkhardt, 2012 im AbschnittPisanello befreit die Gestaltung aus den Klauen des Kunstmonsters Linde Burkhardt hat sich der unfruchtbaren Polemik zwischen Künstlern und Designern entzogen, indem sie als Lehrerin und Praktikerin postulierte, dass die künstlerische wie gestalterische Arbeit nicht anders verstanden werden sollte denn als kontinuierliche Entwicklung von Fähigkeiten, die Grundlagen der Gestaltung zu entfalten; Meisterschaft wäre dann nicht jenseits von Bemühungen um die Grundlagen zu erreichen, sondern durch die gesteigerte Souveränität in ihrer produktiven Nutzung. Themen Design Martin Kohlhaas Marc Simon
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inDie Mitgift der Prinzessin von Trapezunt - die Legende nach Linde Burkhardt, 2012 im AbschnittPisanello befreit die Gestaltung aus den Klauen des Kunstmonsters Sie hat ganz erheblich dazu beigetragen, dass wir heute anerkennen müssen, wie viel schwerer es ist, sich als Designer denn als Künstler zu behaupten. Denn der leistungsschwächste Künstler kann seinen Anspruch dadurch begründen, dass er den ihm gegenüber spürbaren Widerstand gerade als Bestätigung seiner Außerordentlichkeit behauptet. Diese Flucht in die Rolle des verkannten Künstlergenies verbietet sich für die Gestalterin, die Designerin. Das ist und bleibt ihr Ruhm. Themen Design Martin Kohlhaas Oliver Vaupel
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inDie Mitgift der Prinzessin von Trapezunt - die Legende nach Linde Burkhardt, 2012 im AbschnittPisanello befreit die Gestaltung aus den Klauen des Kunstmonsters Soziodesign heißt, durch Gestaltung das soziale Verhalten und die individuelle Haltung von Menschen in einem wünschbaren Sinne zu beeinflussen. Themen Sozio-Design Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inDie Mitgift der Prinzessin von Trapezunt - die Legende nach Linde Burkhardt, 2012 im AbschnittPisanello befreit die Gestaltung aus den Klauen des Kunstmonsters Im Bauhaus wurde versucht, durch Verpflichtung aller Studierenden auf den Besuch von Grundkursen der Gestaltung den Konflikt stillzustellen in der Hoffnung, die Herausforderungen der Lebenspraxis würden den Absolventen am Ende eine Entscheidung ersparen, indem sie natürlicherweise auf Arbeitsangebote in den Designfeldern der entfalteten Industrieproduktion eingehen würden, anstatt das stolze Kümmerdasein freier Künstler auf sich zu nehmen. Themen keine Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inPhantasie in Kultur und Wirtschaft, 2012 im AbschnittEröffnungsrede: Phantasie in der Ohnmacht Wer nicht mit dem Schlimmsten rechnet, wird es nicht bewältigen. Themen keine Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inLustmarsch durchs Theoriegelände, 2008 im AbschnittKontrafakte - Karfreitagsphilosophie - Die Gottsucherbanden - Der Faschist als Demokrat längst sind wir gezwungen anzunehmen, um unserem eigenen Gebot der Rationalität zu entsprechen, daß der Altar nicht die Welten scheidet. Über ihn wird in grandioser Weise im Diesseits und aus dem Diesseits heraus ein sinnvoller Bezug auf das Jenseits ermöglicht. Am Altar wird die Welt nicht geschieden in die der Rationalität und die der Irrationalität, sondern jenes Verfahren begründet, mit welchem man einen vernünftigen Gebrauch von der Unvernunft machen kann. Themen keine Ekehardt Rainalter