Diskussion phil.cologne

Internationales Festival der Philosophie

phil.cologne, Bild: Köln, 6.-13.06.2017.
phil.cologne; Bild: Köln, 6.-13.06.2017

Die phil.cologne feiert ihren fünften Geburtstag, während die Notwendigkeit eines vertieften Denkens wohl nie größer gewesen ist. Darauf reagiert das vielfältige Programm mit insgesamt 36 Veranstaltungen für Erwachsene und 18 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. 

Programm zum Download: https://www.philcologne.de/content/downloads/philcologne_2017.pdf

Link zur Veranstaltung: https://www.philcologne.de/de/programm/phil-cologne-2017/kunst-vs-kunstmarkt-ueber-die-zerstoerung-der-kunst-durch-ihre-kaeufer

Termin
09.06.2017, 18:00 Uhr

Veranstaltungsort
Köln, Deutschland

Adresse
BALLONI Hallen, Ehrenfeldgürtel 88–94, 50823 Köln-Ehrenfeld

Veranstalter
phil e.V. Verein zur Förderung der Philosophie

Kunst vs. Kultur

Bazon Brock und Lambert Wiesing über die Zerstörung der Kunst durch ihre Käufer. Moderation: Stefan Koldehoff

Text

Kunstwerke sind nicht nur schön, wahr und gut, sie sind immer auch eine Ware und werden zum Teil zu Millionenpreisen in den marktwirtschaftlichen Kreislauf eingespeist. Verlieren sie durch den Akt des Kaufens und Verkaufens eigentlich an ästhetischem Wert? Oder bedeutet teuer immer auch künstlerisch wertvoll? Bleibt der Kern, die Seele des Kunstwerks von diesen Transaktionen völlig unberührt? Welche Rolle spielen die Museen und Sammler dabei? Sind erfolgreiche Künstler eigentlich nur besonders geschickte Unternehmer? Und ist Design eigentlich günstiger als Kunst?

Über diese Fragen diskutieren der legendäre Meisterdenker und performative Kulturvermittler Bazon Brock, emeritierter Professor der Universität Wuppertal, und Lambert Wiesing, Professor an der Universität Jena und einer der führenden Ästhetiker Deutschlands (zuletzt erschien seine Studie „Luxus“).

siehe auch:

Textverwandtschaften

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Jeder Streifen repräsentiert einen Textabschnitt in der Arbeitsbiografie. Je heller ein Streifen, desto verwandter ist der Text mit dem aktuellen Text. Der aktuelle Werk hat die Farbe Rot, der aktuelle Abschnitt ist orange markiert.

Grundlage der Textanalyse ist das Sprachmodell MiniLM-L12 / BGE-M3. Mit dessen Hilfe wird der aktuelle Textabschnitt mit allen anderen Textabschnitten verglichen (insgesamt knapp 3 Millionen Kombinationen) und ein Ähnlichkeitskennwert berechnet.

Die Ähnlichkeit basiert nicht auf Wortgleichheit, sondern auf semantischen Eigenschaften. Beispiele:

  • Das Bild zeigt eine LandschaftZu sehen ist eine Naturszene
  • Die Arbeit entstand 1972Das Werk wurde in den frühen 70ern geschaffen
  • Kritik an der GesellschaftGesellschaftliche Auseinandersetzung
  • Er lehnte das Angebot abEr wies den Vorschlag zurück

Als ähnlich erkannt werden Synonyme, Umschreibungen und Paraphrasen sowie gleiche Bedeutungen – auch in unterschiedlichen Sprachen – erkannt. Beispiel: Kunst und Politikart and politics.

Aktuell werden die Textverwandtschaften auf Basis des gesamten Textkorpus statisch vorberechnet und bei Änderungen einzelner Inhalte aktualisiert. In die Berechnung werden nur Textabschnitte einbezogen, die mehr als 100 Wörter Inhalt haben. Leere oder kurze Abschnitte sind daher in dieser Textgenetik nicht enthalten.

Die Verwandtschafts-Abstufungen wurden in 6 Gruppen zusammengefasst: 0 = keine Verwandtschaft, 20, 40, 60, 80, 100 = sehr nah am aktuellen Text.

Die Fundstellen in dieser Verwandtschafts-Textgenetik liefern also möglicherweise völlig andere, eventuell unerwartete Lese-Anregungen, während die zugeordneten Verweise (unter siehe auch) redaktionell ausgewählt wurden.