Vortrag / Rede kiU Salon

im Dortmunder U

In regelmäßigem Turnus lädt das Medienlabor kiU Gäste aus Theater, Film, Philosophie und Medienwissenschaft in das Dortmunder U ein, um mit ihnen bei Brot und Wein und im Format eines dialogischen Salons Gegenwart und Zukunft der audio-visuellen Künste zu diskutieren.

Moderation: Marcel René Marburger und Harald Opel

Zum Medienlabor kiU: 

Das Medienlabor kiU erforscht und zeigt aktuelle Entwicklungen in den Präsentationsformen und Erzählweisen digitaler Medien. Das offene Labor ist als Schnittstelle zwischen Studierenden und Besuchern, Studium und Berufseinstieg, Fachhochschule und Stadt konzipiert. Es vernetzt sich eng mit den Partnern im Haus, indem es die Auseinandersetzung mit Kunst thematisiert und Interaktionsangebote entwickelt. Ausstellungen, Filmvorführungen, Performances, Lesungen, Vorträge und Workshops widmen sich darüber hinaus aktuellen Fragestellungen zum Storytelling, speziell im Zusammenhang mit neuen Medientechnologien.

https://www.fh-dortmund.de/de/news/2016/11/kiu-medienlabor-eroeffnet-im-dortmunder-u.php

http://www.dortmunder-u.de/partner/fachhochschule-dortmund

Termin
25.01.2018, 18:00 Uhr

Veranstaltungsort
Dortmund, Deutschland

Adresse
DORTMUNDER U, 1. Etage, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund

Veranstalter
FH Dortmund und Dortmunder U

Nicht Virtual Reality, sondern Real Virtuality

Zur Korrektur eines populären Unsinns

Text

Eine ganze Generation ist durch e-Gurus verführt worden, von Zeichenwelten als virtual realities zu sprechen und Gebrauch zu machen. Aber eine Wirklichkeit ist eben keine, wenn sie virtuell ist. Simple Begriffsarbeit würde die Richtigstellung ermöglichen, dass es sich bei den besagten Zeichengebungsverfahren um realisierte Virtualität, also um materiell repräsentierte Gedanken, Vorstellungen, Begriffe und dergleichen innerpsychische Operationen handelt.

Wir stehen von Natur aus unter Vergegenständlichungszwang, fachwissenschaftlich heißt das, wir sind auf embodiment, also Verkörperung geistiger, seelischer, emotionaler und anderer intrapsychischer Kräfte angewiesen, da sich diese Kräfte ja nur dann als gegeben erweisen, wenn sie sich als wahrnehmbare Elemente, als Entitäten unserer Welt beweisen.

Mit ein bisschen Aufmerksamkeit für die Begriffe verstehen wir dann, dass es um realisierte Virtualität, also realized virtuality statt um virtual realities geht, um sich der Verhexung des Verstandes durch das Zeichengebungsbrimborium nach Kräften zu erwehren.

Medien

Nicht Virtual Reality, sondern Real Virtuality. Zur Korrektur eines populären Unsinns

Nicht Virtual Reality, sondern Real Virtuality. Zur Korrektur eines populären Unsinns

Quelle: www.youtube-nocookie.com

Nicht Virtual Reality, sondern Real Virtuality. Zur Korrektur eines populären Unsinns; Video: kiU Salon der FH Dortmund, Dortmunder U, 25.01.2018. Einführung: Marcel René Marburger.

siehe auch:

Textverwandtschaften

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Jeder Streifen repräsentiert einen Textabschnitt in der Arbeitsbiografie. Je heller ein Streifen, desto verwandter ist der Text mit dem aktuellen Text. Der aktuelle Werk hat die Farbe Rot, der aktuelle Abschnitt ist orange markiert.

Grundlage der Textanalyse ist das Sprachmodell MiniLM-L12 / BGE-M3. Mit dessen Hilfe wird der aktuelle Textabschnitt mit allen anderen Textabschnitten verglichen (insgesamt knapp 3 Millionen Kombinationen) und ein Ähnlichkeitskennwert berechnet.

Die Ähnlichkeit basiert nicht auf Wortgleichheit, sondern auf semantischen Eigenschaften. Beispiele:

  • Das Bild zeigt eine LandschaftZu sehen ist eine Naturszene
  • Die Arbeit entstand 1972Das Werk wurde in den frühen 70ern geschaffen
  • Kritik an der GesellschaftGesellschaftliche Auseinandersetzung
  • Er lehnte das Angebot abEr wies den Vorschlag zurück

Als ähnlich erkannt werden Synonyme, Umschreibungen und Paraphrasen sowie gleiche Bedeutungen – auch in unterschiedlichen Sprachen – erkannt. Beispiel: Kunst und Politikart and politics.

Aktuell werden die Textverwandtschaften auf Basis des gesamten Textkorpus statisch vorberechnet und bei Änderungen einzelner Inhalte aktualisiert. In die Berechnung werden nur Textabschnitte einbezogen, die mehr als 100 Wörter Inhalt haben. Leere oder kurze Abschnitte sind daher in dieser Textgenetik nicht enthalten.

Die Verwandtschafts-Abstufungen wurden in 6 Gruppen zusammengefasst: 0 = keine Verwandtschaft, 20, 40, 60, 80, 100 = sehr nah am aktuellen Text.

Die Fundstellen in dieser Verwandtschafts-Textgenetik liefern also möglicherweise völlig andere, eventuell unerwartete Lese-Anregungen, während die zugeordneten Verweise (unter siehe auch) redaktionell ausgewählt wurden.