Film Jochen Rindt – unforgettable (a memorial, 2005)

Jochen Rindt, Bild: DVD-Edition.
Jochen Rindt; Bild: DVD-Edition

Typ / Format: DVD // enthält: Booklet

G.R.A.M., XXkunstkabel, Alexandra Herzog, Alfred Kolleritsch, Andreas Leikauf, Andreas Maislinger, Anna Jermolaewa, Annette Kravanja, Annette Rainer, Anton Herzl, Arnold Mettnitzer, Barbara Baur-Edlinger, Bazon Brock, Clemens Fürtler, David Moises, David Staretz, Erich Kaszay, Erich Walitsch, Erik Thomas Neger, Franz West, Gottfried Bechtold, Gustav Troger, Hans Hollein, Hans Royer, Heimo Zobernig, Helmut Marko, Helmut Zwickl, Ingeborg Strobl, Jack Bauer, Joe Willenpart, Josef Klammer, Josef Schützenhöfer, Josef Taucher, Joseph Beuys, Leo Schatzl, Otto Hochreiter, Peter Schwarzenberg, Peter Weibel, Pirmin Blum, Robert Seeger, Thelma Herzl, Timm Ulrichs, Werner Schwab, Wolfgang Philipp.

Erschienen
2007

Medium
DVD

Herausgeber
Stadtmuseum | WERKSTADT GRAZ | Joachim Baur.

Erscheinungsort
Graz, Österreich

Abschnitt, beginnend auf Seite 16 im Original

Sich selbst erfüllende Hoffnung: Ewigkeitsmotoren

Self-fulfilling hope: eternity engines

Text

Es steht geschrieben, Jochen Rindt genieße noch immer eine Verehrung wie vor 40 Jahren. Damit diese Behauptung nicht als Medienmache, als popige Nekrophilie und Bravo-Ruf aus dem Teeniezimmer abgetan werden kann, sollten wir alles daran setzen, die Behauptung, Jochen Rindt lebt, zu bestätigen – und das um so nachdrücklicher, als die Mühen für das Fortleben der Toten in jeder Kultur aller Zeiten als die vornehmste Verwirklichung des Menschseins gelten.

Wir rufen auf zur Entwicklung eines Monuments für den Beweis der dauerhaften Anwesenheit Jochen Rindts im Stadtraum von Graz!

Als beispielhaft für ein derartiges Monument erwähne ich die Installation einer sich selbst erfüllenden Verheißung des ewigen Lebens: vor einer in den Boden gelegten Schrifttafel, auf der nach Art von Grabbeschriftungen mitgeteilt wird, Herr XXL habe den tiefsten Eindruck auf dieser Welt mit seinen Füßen hinterlassen, ist ebenfalls in den Boden eingelassen ein Sandfeld von 50 x 50 cm. Wer mit beiden Füßen in die Sandfläche tritt und dort die entsprechenden Abdrücke hinterlässt, erfüllt die Behauptung der Schrifttafel. Derartige Vorrichtungen zur Begründung der Hoffnung, dass ewiges Leben als Leben der Lebendigen gelingt, könnte man als Gottesmaschine etablieren. Das wäre ein wahrhaftes Auto-Mobil, also der bewegte Beweger: Jochen Rindt auf der zirkulären Rennstrecke des Lebens, ‚via sacra‘ hin und ‚via profana‘ zurück. Wer es besser wissen will:

Robert Musil „Mann ohne Eigenschaften“ Kapitel „Heilige Gespräche“ – Ulrich klassifiziert die Pilgerwege nach ihrer Eignung für das Befahren mit Kompressormaschinen. Und Ulrich ist der österreichische Johannes des Weltdurchschnellenden Jochen Rindt.

In den 60er Jahren pflanzte mir die Frankfurter Universitätsbuchhändlerin Melusine Huss die sich selbst erfüllende Italophilie ins Gemüth. Als derart veredelt las ich meine großen Vorgänger von Gregorovius über Burckhardt bis zu Peterich und Gustav Farber mit dem uneingeschränkten Willen, alles dranzusetzen, damit sich erfülle, was bei ihnen geschrieben steht. Geschrieben stand, es würden bis auf den heutigen Tag in der Kathedrale von Palermo am Sarkophag des stupor mundi Federico Secondo von Menschen unterschiedlichster Herkünfte und Zugehörigkeiten Blumen und andere Zeugnisse der Verehrung niedergelegt. Also machte ich mich schleunigst auf, diese Behauptung durch meine Verehrungsgaben zu belegen (siehe: Bazon Brock: Ästhetik als Vermittlung, S. 1023).

siehe auch:

Textverwandtschaften

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Jeder Streifen repräsentiert einen Textabschnitt in der Arbeitsbiografie. Je heller ein Streifen, desto verwandter ist der Text mit dem aktuellen Text. Der aktuelle Werk hat die Farbe Rot, der aktuelle Abschnitt ist orange markiert.

Grundlage der Textanalyse ist das Sprachmodell MiniLM-L12 / BGE-M3. Mit dessen Hilfe wird der aktuelle Textabschnitt mit allen anderen Textabschnitten verglichen (insgesamt knapp 3 Millionen Kombinationen) und ein Ähnlichkeitskennwert berechnet.

Die Ähnlichkeit basiert nicht auf Wortgleichheit, sondern auf semantischen Eigenschaften. Beispiele:

  • Das Bild zeigt eine LandschaftZu sehen ist eine Naturszene
  • Die Arbeit entstand 1972Das Werk wurde in den frühen 70ern geschaffen
  • Kritik an der GesellschaftGesellschaftliche Auseinandersetzung
  • Er lehnte das Angebot abEr wies den Vorschlag zurück

Als ähnlich erkannt werden Synonyme, Umschreibungen und Paraphrasen sowie gleiche Bedeutungen – auch in unterschiedlichen Sprachen – erkannt. Beispiel: Kunst und Politikart and politics.

Aktuell werden die Textverwandtschaften auf Basis des gesamten Textkorpus statisch vorberechnet und bei Änderungen einzelner Inhalte aktualisiert. In die Berechnung werden nur Textabschnitte einbezogen, die mehr als 100 Wörter Inhalt haben. Leere oder kurze Abschnitte sind daher in dieser Textgenetik nicht enthalten.

Die Verwandtschafts-Abstufungen wurden in 6 Gruppen zusammengefasst: 0 = keine Verwandtschaft, 20, 40, 60, 80, 100 = sehr nah am aktuellen Text.

Die Fundstellen in dieser Verwandtschafts-Textgenetik liefern also möglicherweise völlig andere, eventuell unerwartete Lese-Anregungen, während die zugeordneten Verweise (unter siehe auch) redaktionell ausgewählt wurden.