Ausstellungskatalog Im Gehen Preußen verstehen / Ein Kulturlehrpfad der historischen Imagination

Karte der Stationen, Bild: zur Aktion "Im Gehen Preußen verstehen", IDZ Berlin 1981.. + 1 Bild
Karte der Stationen; Bild: zur Aktion "Im Gehen Preußen verstehen", IDZ Berlin 1981.

[im Rahmen d. Ausstellung Preussen, Versuch e. Bilanz] / Internat. Design-Zentrum Berlin e.V. [Zusammenstellung: Ulrich Giersch]

Erschienen
1980

Herausgeber
Riedemann, Kristin

Verlag
Internat. Design Zentrum

Erscheinungsort
Berlin, Deutschland

Umfang
60 Seiten

Vorwort

Text

Im Gehen Preußen verstehen

Der Lehrpfad der historischen Imagination "Im Gehen Preußen verstehen" ist der Beitrag des IDZ Berlin zum Preußenjahr 1981 in Berlin.

Der Lehrpfad realisiert einen Teilbereich der ursprünglichen Idee von Bazon Brock, im Abschreiten eines Areals dem Zuschauer unter Anleitung Gelegenheit zu sinnvoller persönlicher Aneignung von historischem Material zu geben. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten mußten die zunächst vorgesehenen bühnenmäßigen Inszenierungen an den einzelnen Stationen gestrichen werden. Ursprünglich sollten sie als ständige Einrichtung auch nach Beendigung der Aktivitäten zum Preußenjahr beibehalten werden.

Anstelle von mehreren Containern mit bühnenartigen Darstellungen historischer Ereignisse haben wir ein "Archäo-Mobil" (Medienwagen) gebaut, in dem die notwendigen Informationen abgerufen werden können. Begleitet wird der Wagen von Bazon Brock, der mit der tatsächlichen Begehung von historischen Stationen eine neue Form der Aneignung von Geschichte unternimmt.

Als einem Institut, das sich als Vermittler zwischen Kultur und industrieller Produktion versteht und in dessen Aufgabenstellung gebaute Umwelt, Produkt-Design und visuelle Kommunikation eine wichtige Rolle spielen, erscheint dem IDZ Berlin das Experiment "Im Gehen Preußen verstehen" von großer Bedeutung, da es neue Rezeptions- und Vermittlungsformen erprobt und Alternativen zu herkömmlichen Ausstellungsformen anbietet.

Die vorliegende Publikation diente als Katalog und Führer für den Lehrpfad und erscheint auf dieser Web-Site als ein Zeugnis historischer Imagination.

Die vorliegende Publikation diente als Katalog und Führer für den Lehrpfad und erschien zuerst auf der Web-Site www2.uni-wuppertal.de als ein Zeugnis historischer Imagination.

Textverwandtschaften

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Jeder Streifen repräsentiert einen Textabschnitt in der Arbeitsbiografie. Je heller ein Streifen, desto verwandter ist der Text mit dem aktuellen Text. Der aktuelle Werk hat die Farbe Rot, der aktuelle Abschnitt ist orange markiert.

Grundlage der Textanalyse ist das Sprachmodell MiniLM-L12 / BGE-M3. Mit dessen Hilfe wird der aktuelle Textabschnitt mit allen anderen Textabschnitten verglichen (insgesamt knapp 3 Millionen Kombinationen) und ein Ähnlichkeitskennwert berechnet.

Die Ähnlichkeit basiert nicht auf Wortgleichheit, sondern auf semantischen Eigenschaften. Beispiele:

  • Das Bild zeigt eine LandschaftZu sehen ist eine Naturszene
  • Die Arbeit entstand 1972Das Werk wurde in den frühen 70ern geschaffen
  • Kritik an der GesellschaftGesellschaftliche Auseinandersetzung
  • Er lehnte das Angebot abEr wies den Vorschlag zurück

Als ähnlich erkannt werden Synonyme, Umschreibungen und Paraphrasen sowie gleiche Bedeutungen – auch in unterschiedlichen Sprachen – erkannt. Beispiel: Kunst und Politikart and politics.

Aktuell werden die Textverwandtschaften auf Basis des gesamten Textkorpus statisch vorberechnet und bei Änderungen einzelner Inhalte aktualisiert. In die Berechnung werden nur Textabschnitte einbezogen, die mehr als 100 Wörter Inhalt haben. Leere oder kurze Abschnitte sind daher in dieser Textgenetik nicht enthalten.

Die Verwandtschafts-Abstufungen wurden in 6 Gruppen zusammengefasst: 0 = keine Verwandtschaft, 20, 40, 60, 80, 100 = sehr nah am aktuellen Text.

Die Fundstellen in dieser Verwandtschafts-Textgenetik liefern also möglicherweise völlig andere, eventuell unerwartete Lese-Anregungen, während die zugeordneten Verweise (unter siehe auch) redaktionell ausgewählt wurden.