Denkerei mobil: Karfreitagsphilosophie

Mit Bazon Brock, Hannes Langbein, Ekaterina Poljakova, Wilhelm Schmidt-Biggemann und Bernhard Viel

Karfreitagszauber I | Lustmarsch, I.4, S. 123 © QART, Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus Karfreitagszauber III | Lustmarsch, I.4, S. 130 © QART, Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus Karfreitagszauber II | Lustmarsch, I.4, S. 124 © QART, Stefanie Hierholzer und Ulrich Klaus
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Am Karfreitag feiern die Menschen ihren bedeutendsten Triumph. Sie bejubeln ihre Macht zur Erzwingung des Absoluten im irreversiblen Akt der Tötung selbst eines Gottes. Doch am Morgen des Ostersonntags soll sich bereits die völlige Vergeblichkeit dieses kindlich-naiven Erzwingungsversuches herausstellen. Denn das Grab Christi ist trotz Versiegelung leer. Die einzige vernünftige Erklärung bei dieser Faktenlage war die Schlussfolgerung, dass etwas geschehen sein musste, was kontrafaktisch alle bisherigen Erfahrungen überstieg und gerade deswegen als vollzogene Auferstehung von vernünftigen Leuten geglaubt werden musste.

Zu den Personen:

Ekaterina Poljakova ist Privatdozentin am Institut für Philosophie der Universität Greifswald. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Moralphilosophie, insbesondere bei Kant- und Nietzsche, russische Religionsphilosophie sowie die Philosophie der Kunst und Literaturtheorie. Ihr aktuelles Forschungsprojekt trägt den Titel "Philosophischer Umgang mit dem Unverfügbaren".

Wilhem Schmidt-Biggemann ist Professor am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin. Seit 2003 ist er Sprecher bzw. stellv. Sprecher des Interdisziplinären Zentrums 'Mittelalter - Renaissance - Frühe Neuzeit' der FU Berlin. Verschiedene Gastprofessuren führten ihn ans Department of History der Princeton University, ans Sidney-Sussex-College der Universität Cambridge (England), ans Institut for Germank filologi der Universität Kopenhagen und an die Universität Tel-Aviv. 2018 erschien im Herder-Verlag sein Buch Gott, versuchsweise. Eine philosophische Theo-Logie.

Bernhard Viel ist Literaturwissenschaftler und Redakteur. 2001 wurde er mit dem Förderpreis des erstmals ver­gebenen »Berliner Preises für Literaturkritik« ausgezeichnet. In seinen Büchern widmet er sich den Biografien von Schriftstellern und herausragenden Persönlichkeiten des Geisteslebens im 19. und 20. Jahrhundert. Er lebt als freier Autor in Berlin und München.

Eine Veranstaltung der Denkerei in Kooperation mit der Stiftung St. Matthäus