Forumsgespräche „Design und Fortschritt“ (25.-27.09.1980)

Im Rahmen des „Forum Design“ - 100 Tage des Design in Linz (27.06.-5.10.1980)

Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Die Forumsgespräche wurden organisiert vom damaligen Leiter des IDZ Berlin, François Burkhardt, bei denen zumindest ein Teil der Autoren des Bandes „Design ist unsichtbar“ (Wien 1981) – aber auch einige andere wie Alfred Lorenzer, André Ricard oder Edwin A. Schricker (Siemens) – anwesend waren und im dortigen Kaufmännischen Vereinshaus Vorträge hielten.

Das Forum Design Linz

Es war ein kulturelles Großprojekt mit weitreichender Rezeption und Strahlkraft: Das "Forum Design" 1980 in Linz. Für das unmittelbare Umfeld, die Region, endete die 100-Tage-Schau am 5. Oktober in einem Fiasko: Rückzug der Sponsoren, Einstellung öffentlicher Subventionen, Strafverfahren gegen die Projektträger.

Rückblickend kann das "Forum Design" als Ausgangspunkt des Weges zur (europäischen) Kulturhauptstadt Linz (im Jahr 2009) gesehen werden. Als Erste ihrer Zeit setzte sich diese Ausstellung mit der Forderung nach mehr Sinnlichkeit im Design auseinander. Die bis dahin gültige Auffassung, die Wertigkeit eines Gegenstandes orientiere sich an dessen Funktionalität, stand zurDiskussion. "Dort wurde erstmals der Übergang von der Moderne zur Postmoderne im Design und in der Architektur präsentiert", würdigt die Hochschule für künstlerische Gestaltung im deutschen Offenbach das "Forum Design" als eine der "bedeutendsten Designereignisse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts" .

Basierend auf der These des Schweizer Soziologen Lucius Burckhardt "Design ist unsichtbar" stellte der damalige Rektor der Kunst-Uni, Helmuth Gsöllpointner, das Großprojekt auf die Beine. Der Leitspruch der Ausstellung lautete "Design formt den Alltag" , international renommierte Künstler präsentierten ihre Werke in der Provinz. Die begleitende Publikation zur Ausstellung "Design ist unsichtbar" zählt heute zu den Klassikern in der Fachliteratur. Gsöllpointners Erfahrungen Das aufklärerische Ziel, Nichtexperten Designkunst zu vermitteln, wurde hingegen verfehlt. Statt der erwarteten 400.000 Besucher kamen lediglich 34.000. Die Veranstalter mussten Insolvenz anmelden, wegen fahrlässiger Krida wurde Gsöllpointner verurteilt. (siehe: derstandard.at/1254310474747/Design-Auf-der-Suche-nach-dem-unsichtbaren-Linzer-Design)

Die Ausstellung sowie das Begleitprogramm fanden im temporären Ausstellungspavillon – entworfen von Haus Rucker & Co. – statt.

Sind Lebensformen gestaltbar?

Soziodesign